BahnBielefeld.Magazin  -  Sonderfahrt mit dem M8D 567
Bereits zum dritten Mal hieß es am 21. September 2003 "BahnBielefeld.Sonderfahrt". Nach der Fahrt mit dem damals frisch in Dienst gestellten Sparren-Express 500 im Mai 1999 und dem werbeältesten Stadtbahnwagen 522 im Januar 2003 sollte diese Fahrt die Besonderheit haben, mit einem Solo-M8D quer durch Bielefeld zu fahren. Im Liniendienst findet man alleinfahrende M8D nicht.

Der Wagen 567 ging als Favorit der angemeldeten Teilnehmer hervor. Somit war diese Sonderfahrt auch in diesem Sinne etwas außergewöhnliches; die meisten Fahrten werden nicht mit Vollwerbewagen durchgeführt.

Die Fotohalte

  Einstieg
  Wittekindstraße (U)
  Nordpark (U)
  Babenhausen Süd
  Sieker
  Rudolf-Oetker-Halle (U)
  Universität
  Lohmannshof
  Siegfriedplatz (U)
  Hauptbahnhof (U)
  Landgericht
  Rosenhöhe
  Senne
  Kattenkamp
  Nikolaus-Dürkopp-Straße
  Betriebsstrecke Sieker Mitte
  Beckhausstraße (U)
  Milse
  Schüco

Einstieg

Die Fahrgäste dieser Sonderfahrt sind an der Haltestelle Landgericht zugestiegen. Sie kamen dieses Mal aus ganz Nordrhein-Westfalen und fast ebenso zahlreich aus den Niederlanden.


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Wittekindstraße (U)

Erster Fotohalt war die U-Bahnstation Wittekindstraße.


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Nordpark (U)

Da zu dieser Zeit am Sonntagvormittag noch der 30-Minuten-Takt galt, war es möglich, schon eine Station später erneut einen Fotostop einzulegen. An die Heckansicht eines M8D auf freier Strecke mussten sich die Fotografen zuerst gewöhnen.


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Babenhausen Süd

Ein schöner Fotostandort ist die Endschleife in Babenhausen Süd. Der 567 steht hier am Pausenplatz, der früher zu Zeiten der GT6/GT8 noch als Ausstieg genutzt wurde. Dabei wurde durch den bereits vorhandenen Hochbahnsteigbereich durchgefahren. Auch die M8C fuhren anfangs bis hierher, da noch Mischbetrieb mit Altwagen stattfand.


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Sieker

Anschließend ging die Fahrt ohne Halt quer durch die Stadt zur Endstation in Sieker. Nach Anlieferung der ersten M8D-Staffel, zu der auch der 567 zählt, konnte die neue Fahrzeuggeneration aufgrund streckentechnischer Begebenheiten nur auf der Linie 2 eingesetzt werden. Erst ab Sommer 1995 bzw. Mitte 1998 konnten die Triebwagen die Linien 3 und 1 bedienen.

Auch zu einer Ehrenrunde kam der Wagen 567 in Sieker (siehe Bild Mitte). Vom Einstieg der Haltestelle kann über einen Abzweig nach rechts in den Betriebshof oder zurück zum Ausstieg gefahren werden. Noch bis Anfang der 90er Jahre startete von hier ein Teil der ausrückenden Wagen der Linien 3 und 18, die über den Betriebshof die damalige Endstelle Sieker Mitte (Brennerstr.) erreichten und ab dort ihren Dienst versahen.

Auf dem dritten Foto erkennt man links die ehemalige Osningschule, in der sich viele Jahre die Leitstelle der Verkehrsbetriebe befand. Das Gebäude ist inzwischen abgebrochen worden.


(2) (1) (2)

Rudolf-Oetker-Halle (U)

Breiter Bahnsteig, große Halle; die U-Bahnstation Rudolf-Oetker-Halle dient unter anderem als Dreh- und Angelpunkt bei Großveranstaltungen in der Oetkerhalle und im Alm-Stadion.

Die Zielanzeiger in den Haltestellen zeigen bei einer Sonderfahrt den Hinweis auf Beachtung von Durchsage und Zugbeschilderung; schildert ein Wagen "Nicht einsteigen", zeigt der Zuganzeiger dies ebenso.


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Universität

Ebenfalls für große Fahrgastzahlen konzipiert wurde die Haltestelle Universität. Sie muss je nach Tageszeit bis zu 400 Fahrgäste pro Zug aufnehmen können. Zu Schwachlastzeiten widerum liegt sie im Dornröschenschlaf.


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Lohmannshof

Doppelgleisig ausgelegt wurde die Schleife am Lohmannshof, um eine dichte Zugfolge bei Großeinsätzen zu gewährleisten. Der Sonderwagen 567 steht hier im Innengleis, beschildert als Einsatzwagen zum Rathaus in negavtiver Filmbeschriftung.

Wie es der Zufall wollte, kam hier an diesem Vormittag genau der Wagen zum Einsatz, mit dem bereits im Februar 2003 eine Sonderfahrt durchgeführt wurde - Wagen 522. Damit war es möglich, beide "Sonderwagen" auf ein Bild zu bekommen.


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Siegfriedplatz (U)

Siegfriedplatz - die U-Bahnstation mit angeschlossenem Biergarten. Im Hintergrund lässt sich erkennen, daß diese Station zur Hälfte bergmännisch, zur anderen Hälfte offen erbaut wurde.


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Hauptbahnhof (U)

Um den Sternverkehr am Jahnplatz abzuwarten, konnte diese Standzeit am Hauptbahnhof genutzt werden. Wagen 567 steht hier auf Gleis 1, dem Gleis der Linie 4 Richtung Rathaus. Dieses Gleis wurde bis zur Inbetriebnahme der Unilinie nicht linienmäßig benutzt. Es diente bis dahin als Abstell-, Ausweich- und Wendemöglichkeit.


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Landgericht

Um einen Zug der Linie 12 passieren zu lassen, wurde hier erneut ein Zwischenstop eingelegt. An dieser Stelle befand sich bis zur Tunneleröffnung die Haltestelle Hermannstraße, die durch den Bau des Hochbahnsteiges mit der Haltestelle Landgericht zusammengefasst wurde.


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Rosenhöhe

Ab hier exisitiert bis zur Endstelle Senne seit 1979 ein stadtbahnmäßig ausgebauter Gleiskörper. Zuvor fuhr und hielt die Linie 1 hier direkt auf der parallel verlaufenden Straße. Ferner gab es einen vermutlich nie regelmäßig benutzten Gleiswechsel, der als mögliche Endstelle in der ersten Zielfilmgeneration der M-Wagen berücksichtigt war. Schätzungsweise wollte man damit Einsatzfahrten zum dortigen Schulzentrum ermöglichen.


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Senne

Die Endstelle Senne verfügt seit ihrem Umbau im Jahre 1979 über jeweils zwei Ausstiegs- und Einstiegsgleise. Nach dem Umbau auf Hochbahnsteige wurde die Bedeutung der Überholgleise für Fahrgastbetrieb sekundär, da sie nur noch über Umwege zu erreichen sind.

Am Ausstieg der Haltestelle wurde der Niedrigbahnsteig des zweiten Gleises entfernt, da man während der Trennung der Linie 1 aufgrund des Umbaus der Kreuzstraße hier eine provisorische Werkstatt für die isolierten Stadtbahnwagen eingerichtet hatte.

Ähnlich wie im rechten Bild muss die Situation in den 70er Jahren ausgesehen haben. Ein Expresszug wartet im zweiten Gleis auf seinen Einsatz, bei dem er zwischen Senne und Jahnplatz nur vier der damals vierzehn Haltepunkte anfahren wird. Mehr dazu im Thema City-Express im BahnBielefeld.Magazin.


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Kattenkamp

Kattenkamp, die Schleife, die schon einmal ein Gleisdreieck war und seit Eröffnung des Stadtbahntunnels linienmäßig so gut wie gar nicht mehr benutzt wird, kam im August 2003 während der Grundsanierung der Strecke nach Schildesche zu neuen Ehren. Denn die Linie 1 nutzte sie alle zehn Minuten zum Wenden. Auch das ist inzwischen wieder Geschichte. Vermutlich nie zuvor kam hierher ein solofahrender M8D.

Auch die Linie 13 war in den 80er Jahren hier keine Seltenheit neben den Verstärkungskursen der Linien 11 und 17. Fahrten von hier bis Hauptbahnhof gab es nicht - die Beschilderung (Bild unten) ist reine Fiktion.

Während der Baustellenzeit im August 2003 wurden die Fahrgäste nicht am eigentlichen Einstieg der Schleife aufgenommen, sondern stiegen aufgrund der Zuglängen von fast 60 Metern und der damit verbundenen Blockierung einer Seitenstraße bereits am Ausstieg der Haltestelle ein.



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Fotonachweis

(1) = Karsten Ludwig
(2) = Matthias Gehrmann

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